Alex Rider – Stormbreaker

 

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Alex Rider – Stormbreaker
Bd. 1 einer 11bändigen Buchreihe
von Anthony Horowitz

256 Seiten
Thriller, Spannung, Science-Fiction

Erschienen 2008 (12.Auflage)
Im Ravensburger Buchverlag
Inhalt
Der 14-jährige Alex Rider lebt nach dem Tod der Eltern bei seinem Onkel. Er weiß nicht viel über ihn, denn, wie sich später herausstellt, ist der Onkel Geheimagent beim MI6, der bei seiner letzten Mission „Stormbreaker“ ums Leben kam. Aufgrund der nötigen Abschließung des Falls braucht das MI6 jemanden, der als Undercover-Agent in diesem Fall ermittelt. Alex springt für seinen Onkel ein und fährt zur größten Produktionsstelle der neusten Computermodelle in England. Der Chef der Firma schenkt allen Schulen einen der gerade neu entwickelten Modelle. Doch es scheint nicht alles mit rechten Dingen zuzugehen. Bei seiner Ermittlung kommt Alex hinter ein grausames Geheimnis und plötzlich hängen die Leben tausender Schüler von seinem Erfolg ab.

Bei der Recherche für die Rezension habe ich herausgefunden, dass die Buchreihe aus elf Bänden besteht. Aber mir fehlte die Bezeichnung. Für drei Bände gibt es die Trilogie, bei fünf nennt man es Pentalogie, aber für elf Bände habe ich keine Bezeichnung gefunden. Deshalb steht da jetzt „völlig unprofessionell“ 11 bändige Buchreihe. Aber was soll’s… 😉

Die James Bond-Reihe für die Jugend…
Als aller erstes ist mir aufgefallen, dass der Autor sehr gut geschrieben hat was die Spannung betrifft. Sie wird grandios aufgebaut und hält bis zum Ende an. Es gibt Schockmomente aus dem Nichts kommend und eine spannende Geschichte. Ich muss zugeben, dass ich mich schon etwas gegruselt habe. Aber Vorsicht! Dieses Buch kann süchtig machen. Jedenfalls ging mir das so. Ich habe das Buch in einem Stück durchgelesen. Gut, dass es vergleichsweise weniger Seiten hat.
Nehmt es mir nicht übel, aber ich kenne die Batman-Filme nicht und dennoch hatte ich während des Lesens Personen aus „Stormbreaker“ sofort mit Charakteren aus „Batman“ assoziiert. So fand ich beispielsweise Joker in Mr. Grin, der rechten Hand des Antagonisten Sayle, wieder.
Aber ich merkte schnell, dass die Charaktere mir nicht gefielen. Sie waren sehr oberflächlich. Nadia, eine Gehilfen Sayles, ist irre und freut sich über den Auftrag Alex zu töten. Und auch der Antagonist selbst hat meiner Meinung nach einen zu weit hergeholten Grund für seine Übeltat. Es ist nachvollziehbar, dass es nicht sehr angenehm ist als Kind in der Schule gemobbt zu werden. Aber würde man sich deshalb als Erwachsener rächen? Und [Achtung Spoiler] auch als sein Plan misslungen ist entführt er Alex noch und will zumindest ihn töten!
Ein wenig Hoffnung auf einen spannenden Charakter gibt ein weiterer Bösewicht, der den Antagonisten tötet und flieht. Alex verspricht, dass er den Auftragskiller aufspüren wird.
Ein Detail des Buches gefiel mir aber generell nicht. Es gab einige Situationen, in denen der Protagonist Alex hätte sterben müssen. Doch er hat die ganze Geschichte lang unglaubliches Glück.
 

Endbewertung
„Alex Rider – Stormbreaker“ ist ein sehr spannendes Buch und bietet eine gute Jugendversion der James Bond Geschichten. Mir gefällt das Buch aber nicht, weshalb ich die Folgebände auch nicht mehr lesen werde und es mit dem ersten Buch dabei belasse. Die Story finde ich zu surreal und mit dem Glück wird zu viel „aufgetragen“, wodurch die Geschichte unglaubwürdig erscheint. Außerdem baut die Grundidee auf echt kranken Gedanken auf.

Ich gebe dem Buch:

1 Tintenklecks

Autor
Anthony Horowitz ist ein britischer Schriftsteller und arbeitet in vielen Bereichen. Er schreibt Bücher für Jung und Alt, Drehbücher für Filme, TV-Serien und Theaterstücke und arbeitet im journalistischen Bereich.
Am liebsten scheint er Kriminalliteratur zu verfassen. Neben der Bestseller-Reihe „Alex Rider“, welche 2006 sogar schon verfilmt wurde, schreibt er Geschichten im James Bond und Sherlock Holmes Universum. So findet man in Alex Rider auch immer wieder Ähnlichkeiten mit Charakteren oder Details aus den bekannten Geschichten James Bond.

2 Kommentare zu „Alex Rider – Stormbreaker

  1. Hallo Moritz,

    ich habe Stormbreaker auch gelesen und mir hat das Buch gut gefallen. Dass es bisweilen etwas übertrieben ist, stört mich überhaupt nicht, wenn ich die Handlung mit den Bond-Filmen vergleiche. Dort wird nämlich auch massiv zu dick aufgetragen, dass es schon ziemlich unglaubwürdig wirkt. Was Alex im Buch passiert, würde in einem Bond-Film als durchaus „normal“ und glaubwürdig betrachtet werden. Wenn du magst, lies meine Rezension in meinem Blog dazu. Da habe ich das, glaube ich, auch erwähnt. Die Folgebücher sind übrigens ähnlich. Es sind typische Bond-Themen mit Alex als Protagonisten. Das hat irgendwie etwas, wie ich finde.

    Viele Grüße
    Jay von „Bücher wie Sterne“

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    1. Hey Jay,

      danke für deinen Kommentar. 😉 Ich kenne die Bond-Filme auch und kann dir zustimmen: „Bond“ und „Alex“ haben vom Aufbau ziemlich viel gemeinsam. Genau das ist mein Problem, da ich absolut kein Fan der Agentenfilme bin. Deine Rezension war trotzdem spannend zu lesen. 🙂

      LG Moritz

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