Constellation – Gegen alle Sterne

Constellation – Gegen alle SterneConstellation - Gegen alle Sterne von Claudia Gray
Bd. 1 einer Dilogie
Von Claudia Gray

Science-Fiction, Dystopie, Romantik
512 Seiten

Erschienen 20.12.2017
Im cbj-Verlag

 

Inhalt

Schon früh kolonisierten Bewohnergruppen der Erde Planeten. Sie bauten fünf sogenannte Sternentore, die eine schnelle Reise zwischen den fünf Welten ermöglichen. Die Menschen der Erde brauchen wegen der Übernutzung des Planeten eine neue Heimat. Doch die anderen Planeten sind noch nicht bewohnbar oder nur für eine gewisse Menge nutzbar. Genesis, einer von fünf Planeten des Rings, wehrt sich dagegen, da die Menschen auf Genesis befürchten, dass die Menschheit sich nicht ändern wird und auch diesen Planeten zugrunde richten würde. Deshalb begann ein Krieg zwischen der Erde und Genesis. Da die Erde sich weiterentwickelte und nun hochentwickelte Kriegsroboter in den Kampf schicken ist die einzige Möglichkeit für Genesis eine Masada, die das Tor zwischen der Erde und Genesis zerstören würde. Doch Genesis wird unvorbereitet angegriffen. Während der Schlacht begegnen sich Abel, ein hochentwickelter Mech und Noemi, eine Bewohnerin Genesis‘. Und Abel hat einen Plan, wie man die Masada-Offensive umgehen könnte und das Tor zu zerstören. Doch ihnen bleibt nicht viel Zeit!

 

Meine Zeit im All…

Allgemein gefällt mir der Anfang nicht so gut. Es ist noch sehr langweilig und die Geschichte kommt noch nicht so in Fahrt. Ich habe etwas gebraucht, um mich einzulesen, aber es lohnt sich. Zum Ende ist das Buch nämlich unglaublich fesselnd und spannend, da Abel sich gegen seine Programmierung dafür entscheidet aus der Gefahrenzone zu fliehen. Es ist eine heftige und sehr reale Geschichte. Ich frage mich inwiefern das noch eine Dystopie ist, denn es ist schon ziemlich aktuell. Das Buch thematisiert unter anderem Kybernetik und die damit verbundenen Chancen und Gefahren. Der Wissenschaftler Burton Mansfield kreiert die Mechs und unterstützt somit auch die Menschheit, denn die Roboter arbeiten für die Menschen. Andererseits gibt es Mechs, die Menschen den Arbeitsplatz nehmen oder dessen Wert höher gesehen wird als der eines Menschen.

Auch ein wichtiger Aspekt im Buch ist die Angst vor dem Tod. Der große und angesehene Wissenschaftler Burton kreiert einen Mech mit Seele und einer enormen Ähnlichkeit zu Menschen. Es scheint als würde er es für die Menschheit tun oder um die Wissenschaft voranzutreiben. Letztlich macht er es aber nur aus Eigennutz. Aber darauf gehe ich jetzt nicht näher ein, denn ich möchte euch nicht spoilern und somit die Gelegenheit nehmen dieses Buch zu lesen. Das Gegenteil zu Mansfield ist Esther, die Freundin von Noemi. Sie stirbt für ihren Planeten und lehnt eine Heilung ab.

Wie schon geschrieben verändert sich meine Ansicht auf Mansfield stark. Mich hat es beeindruckt wie geschickt die Autorin die dafür notwendigen Fakten übermittelt und sich so der Blick auf den Wissenschaftler immer weiter veränderte. Mansfield verkörpert eine Angst des Menschen und die Bereitwilligkeit über moralische Grenzen zu gehen, die durch die Angst hervorgerufen wird. Auch den fassettenreichen Charakter Abel mag ich sehr gerne. Er hat eine weiche Seite, zum Beispiel bei der schönen Idee, Esther auf der Sonne von Kismet zu begraben und somit Esther ewig auf den schönen Planeten Kismet strahlen zu lassen. Aber auch seine robotische Seite wirkt natürlich. Der innere Konflikt vom A-Modell ist spannend und auch für den Folgeband bleibt ungewiss auf welche Seite sich Abel schlagen wird. Diese Ungewissheit hat seinen Reiz. Dagegen ist Noemi mir schon beinahe zu oberflächlich, obwohl ihre Gedanken und Ängste auch geschildert werden. Aber sie steht einfach im Schatten des übermenschlichen Abel.

Erzählt wird hauptsächlich aus der Sicht der Protagonisten Abel und Noemi. Die Rahmenhandlung wird von einem übergeordneten Erzähler beschrieben. Dieses Konzept ist übersichtlich und gefiel mir beim Lesen sehr gut. Bei den Übergängen zwischen den Kapiteln kann es aber verwirrend sein, wenn auch die Sicht von Noemi zu Abel wechselt, weil das nicht sofort klar ist. Das hat das ein oder andere Mal meinen Lesefluss gestört. Aber das ist nur eine Kleinigkeit.

 

Fazit

Gegen alle Sterne ist das erste der beiden bisher erschienen Bücher der Reihe. Als Auftakt sehr gelungen, da man einen Überblick über das Szenario bekommt. Durch die Reise lernt der oder die Leser*in die verschiedenen Welten, deren Bewohner und dessen Ansichten auf das Szenario kennen. Außerdem lernen die Protagonisten ihre Verbündeten kennen, da dieses Buch ein offenes Ende hat und ich vermute, dass ein Kampf ansteht.

Ich gebe dem Buch:

4 Tintenkleckse

1 Kommentar zu „Constellation – Gegen alle Sterne

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