De Aanslag

De Aanslag (dt. Der Anschlag)IMG_20180724_193731
Roman
von Harry Mulisch

247* Seiten
Biografische Fiktion, Geschichte

Erstausgabe: 1982
im De bezige bij -Verlag

Inhalt
Während des nahenden Endes des zweiten Weltkrieges wächst der damals 12-jährige Niederländer Anton Steenwijk am Rande von Harlem auf. Sein Leben wurde durch die deutschen Besetzer auf den Kopf gestellt, nachdem ein Anschlag auf einen Spitzel dieser verübt wurde. Die Eltern wurden verhaftet und von Anton getrennt. Der Bruder verschwand und Anton wird nach Amsterdam zu seinen Verwandten gebracht. Während seines weiteren Lebens bleibt die Frage wer den Spitzel getötet hat und was mit seiner Familie passiert ist…

Meine Vorstellung vom Buch…
Da es eine Schullektüre war, bin ich nicht selbst darauf gekommen dieses Buch zu lesen. Dem Klappentext zufloge sollte es aber ein spannendes Buch werden.
Ich habe gedacht, dass ein Antagonist einen Attentat vollziehen möchte und gestoppt werden muss oder dieses schon ausgeführt wurde und der Bösewicht jetzt gesucht wird. Eventuell müssen Menschen flüchten oder der Protagonist ist auf der Flucht.

…und wie es am Ende war.
Letztlich ist nicht klar wer das Attentat vollzogen hat und der Protagonist ist auch nicht auf der Flucht. Auch einen Antagonisten gibt es nicht. Jedenfalls verkörpert keine Einzelperson das „Böse“. Man könnte sagen, dass der Gegner von Anton die Deutschen als Besetzer sind. Anton lebt sein Leben bei seinem Onkel und seiner Tante nach der Verschleppung weiter und kert später wieder zurück zum Tatort und sucht nach Antworten und trifft die verschiedensten Menschen. Deutsche, den Widerstand und auch alte Bekannte, wie zum Beispiel seine ehemaligen Nachbarn.
Mich hat das Buch einfach nicht gefesselt. Es ist grausam, dass letztlich der Tot von so vielen an einer Eigenart eines Bekannten aus Antons Umgebung lag. Aber dieser auflösende Höhepunkt ist erst ziemlich am Ende des Buches, was die Geschichte zuvor teilweise langweilig gemacht hat. Hinzukommt, dass ich auch nicht immer alles verstanden habe, weil ich dieses Buch auf Niederländisch gelesen habe.
Besonders gefallen haben mir die beiden Charakter vom Widerstand. Schade nur, dass einer gestorben ist und die andere nur wenig im Buch vorkommt. Aber sie spielt für die Antworten auf Antons Fragen eine große Rolle.

Fazit
Das Buch hat mich nicht überzeugt. Es ist schon schön, dass die Geschichte auch auf historischen Ereignissen aufgebaut ist, wie beispielsweise dem zweiten Weltkrieg. Dennoch ist die Geschichte etwas langweilig, weil es größtenteils darum geht, dass die Hauptperson seinen Kummer unterdrückt und verarbeiten muss. Ich will jetzt nicht herzlos klingen – schließlich hat er seine Familie verloren. Dennoch hat mir das Buch einfach nicht zugesagt.

Ich gebe „De Aanslag“ 1 Tintenklecks

 

Bonus:
Ich habe schon zu Beginn des Lesens eine Karte von der Umgebung Harlems gezeichnet und wie ich mir die Siedlung, in der Anton wohnt, vorstelle.
Hier zum Bild: https://twitter.com/TintenKunstBlog/status/988146075323203584

 


* dies ist die Seitenanzahl der tatsächlichen Geschichte (ausgenommen Anhängen, wie Danksagungen, weiter Buchtipps o.ä.)

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