Der letzte Blogbeitrag auf Tintenkunst…

Dieses Jahr war besonders. Hier ein kleiner Rückblick auf mein Bücherjahr 2020.

Anfangen möchte ich mit meiner Reading-Challenge, die ich dieses Jahr geschafft habe. Auf Goodreads kann man angeben, wie viele Bücher man in einem Jahr gelesen haben möchte. Zuerst hatte ich Sorge mich damit unter Druck zu setzen und den Spaß am Lesen zu verlieren. Die letzten beiden Jahre stellte ich frustriert fest, dass ich das Ziel zu hoch setzte. Deswegen waren es dieses Jahr „nur“ zwanzig Bücher, die ich mir zu lesen vornahm. Siehe da es hat gekappt! Besonders gut gefiel mir die Geschichte eines Hundes und dessen Buchhändler. Ich spielte schon lange mit dem Gedanken mir selbst einen Buchhändler-Job zu suchen. Ein Wink des Schicksals zeigte mir den Weg in die Buchhandlung in der Stadt, die gerade eine Aushilfe suchten. Leider kam der Lockdown dazwischen. Aber ich halte die Augen weiterhin offen! 😛

Jetzt zu den Büchern selbst… Meine Top 3 aus 2020… Da wäre zum einen folgendes Buch…„Zusammen sind wir Helden“ erzählt die herzergreifende Geschichte von zwei jungen Amerikanern und einer Amerikanerin. Gemeinsam überstehen sie das letzte Schuljahr und planen ihr Leben nach der Schule. Sie überwinden die Steine, die ihnen den Weg ihres Lebens versperren. ZUSAMMEN! Ein weiteres meiner absoluten Lieblingsbücher dieses Jahr war „Herzensräuber“. Es ist die Geschichte, die ich oben bereits angesprochen hatte. Das erste Mal, dass mir das Buch in die Hände gekommen ist, wurde es mir verwehrt. Es sei nichts für einen jungen Schüler wie mich. Es habe zu viele „Rote-Ohren-Szenen“ und überhaupt… Ja, nix da! Ich habe mich durchgesetzt und es dann doch geliehen bekommen. Ich würde es jedem empfehlen, der oder die die Literatur liebt! Egal welches Geschlecht oder Alter. 😀 Zum Schluss eine Dystopie. Mit „Der Würfel“ ist eine neue, spannende Zukunftsvision in mein Bücherregal gewandert. Aus der Sicht eines Systemaussteigers habe ich Europa unter der Fuchtel einer künstlichen Intelligenz kennengelernt. Privatsphäre hat nur noch wer sich in seinem Haus verbarrikadiert. Erschreckend realistisch! Dieses Buch sollte uns dringend wachrütteln…

Dieses Jahr las ich mehr Bücher, die mich fasziniert haben als in den vorherigen Jahren. Unbedingt noch zu erwähnen ist zum Beispiel der Thriller „Thalamus“. Es geht um eine Gruppe Jugendlicher, die aus unterschiedlichen Gründen in einer Reha-Klinik gelandet sind. Seitdem Timo angekommen ist, passieren seltsame Dinge. Patienten verlieren die Kontrolle über ihren Körper, anderen geht es von einem auf den anderen Tag schlechter oder um einiges besser. Dem will Timo auf den Grund gehen. Doch außer ihm scheint es niemandem aufzufallen und er kann wegen seines Unfalls nicht sprechen. Verzwickt, oder? 😜 Ganz besonders war 2020 für mich auch deshalb, weil ich die Möglichkeit bekam ein Buch als Leseexemplar gestellt zu bekommen. Cassandra Negra hat mir ihr „Keine Sternschnuppen für Sara?“ geschenkt. Den ersten Liebes- und Entwicklungsroman seit Langem. Trotz anfänglicher Zweifel setzte ich mich daran und wurde für meinen Mut belohnt. Man begleitet die Therapeutin Sara, die sich schweren Herzens von ihrer Liebe distanziert und ihren Träumen nach Amerika folgt. Ihren Verlust und Schmerz überwindend, begegnet sie neuen guten Seelen. Ein Buch mit dem man sich schmökernd in den Sessel, aufs Sofa oder Bett setzen kann und mit Tee genießt! Ein Traum!

Viele Bücher, die ich in meinem Leben las, sind für mich und all die anderen Leseratten ins Deutsche übersetzt worden. Meiner Meinung nach super-praktisch. Um mich selbst weiterzubilden und auch, weil ich Englisch gezwungenermaßen als Prüfungsfach wählte, las ich im Dezember mein erstes FREIWILLIGES Buch auf Englisch. Mit „One of us is lying“ schlug ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe, da dieses auch auf meiner Wunschliste stand. Zu Beginn war es mühsam. Auf jeder Seite gab es fünf oder mehr Wörter, die ich erst nachschlug, um die Bedeutung des Satzes oder die herrschende Stimmung nachvollziehen zu können. Der Eifer wandelte sich in Wissbegierde und ich schaffte es mich in die Sprache einzugrooven. Ich musste immer weniger nachschlagen, freute mich über Redewendungen, die ich mir unbedingt merken wollte und genoss es einfach nur noch. Okay und schwärmte allen, die nicht schnell genug „Stopp“ sagten oder sich die Ohren zuhielten von der Geschichte vor. Am besten haben mir Addy, ihre Schwester, Cooper und seine Oma gefallen. 😋 Addy ist aus ihrer toxischen Beziehung entflohen und zu einer knallharten und starken Persönlichkeit geworden. Währenddessen beweist Coopers herzerwärmende Empathie. Cooper scheint mit seiner Freundin nicht glücklich zu sein. Kurz darauf outet er sich… Die allerbeste Oma, die man sich wünschen kann! Solche coolen Omas dürfen ruhig häufiger in Geschichten auftauchen 😛 Mit dieser Freude habe ich mir gleich die nächsten englischen Bücher bestellt. Da wäre die Romanze „What if it’s us?“. Die Autorin hat mich mit „Love, Simon“ bereits in ihren Bann gezogen. Das Zweite ist der ersten Band der „Fallen“-Reihe. Die Verfilmung habe ich bereits gesehen. Absolut super! Danke für das Geschenk Stephie! 😉

Noch sitze ich an einem Adventskranz, mit vier brennenden Kerzen. Das warme Licht genießend schreibe ich meinen letzten Artikel auf meinem Blog. Angeregt von einem Buch, begann ich Rezensionen zu verfassen und Buchblogger zu sein. Leider ist es dann doch nicht so gelaufen, wie bei meinem Vorbild Katy. Ich hatte es mir kommunikativer vorgestellt. Doch es ist nicht so, dass ich aus Frust aufhören werden diesen Blog zu aktualisieren. Durch die Entscheidung der Buchblogger*innen-Community beizutreten lernte ich ähnlich wie Sara viele gute Seelen kennen. Ich bin auf Buchmessen gegangen und nahm an meinem ersten Barcamp in Heidelberg teil. Nur um noch mehr Leseratten und Autor*innen zu treffen. 😛  In der Schule kam ich mit Leuten ins Gespräch, die meine Leidenschaft teilen. Das Schreiben von Blogbeiträgen hat mich vieles gekostet. Doch am Ende war ich stolz darauf. Das Projekt „Tintenkunst“ beende ich mit einem positiven und erfüllten Gefühl! Danach wird wieder Platz für etwas Neues sein…

In ein paar Tagen ist auch dieses Jahr wieder vorbei. Deshalb wünsche ich euch allen einen guten Sprung und ein erfolgreiches und fröhliches neues Jahr!

– Moritz

2 Kommentare zu „Der letzte Blogbeitrag auf Tintenkunst…

  1. Hallo Nenatie,

    es freut mich sehr, dass dir der Beitrag gefallen hat. Es steckt mein Herzblut darin. 😀 Was die sozialen Netzwerke angeht, lässt sich das einrichten! ;P

    Liebe Grüße zurück.

    Gefällt mir

  2. Hallo 🙂
    ein schöner Rückblick.
    Sehr schade dass du aufhörst. Werde deine Beiträge vermissen! Ich hoffe man läuft sich dann mal in den sozialen Medien über den weg!

    LG

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